Spen­den­samm­lung für Frank Dehlis

Dyna­mo immer tief im Her­zen — Spen­den­samm­lung für Frank Dehlis

 

Zum mor­gi­gen Heim­spiel gegen den SV Sand­hau­sen wird es eine Spen­den­samm­lung für die Fami­lie von Frank Deh­lis geben. Dazu wer­den an den UD-Stän­den hin­term K‑Block und der Horn­bach­tri­bü­ne Sam­mel­büch­sen auf­ge­stellt. Wer mag, darf hier sei­nen per­sön­li­chen Anteil leis­ten. Frank Deh­lis war tief mit der SGD ver­wur­zelt und beglei­te­te die Spie­le unse­rer Schwarz-Gel­ben über mehr als zwei Jahr­zehn­te als Foto­graf an der Seitenlinie.

 

Viel zu früh gegan­gen. Mit dei­nen Bil­dern bleibst du uns in Erinnerung.

 

 

[accordion][pane title=“Nachruf der offi­zi­el­len Vereinswebsite” ]

Die SG Dyna­mo Dres­den trau­ert um Frank Deh­lis. Der Foto­graf ist am Mitt­woch im Alter von 45 Jah­ren ver­stor­ben. Mit per­sön­li­chen Wor­ten neh­men Dyna­mos Prä­si­dent Andre­as Rit­ter und Ste­fan Groß­mann, lang­jäh­ri­ger Kol­le­ge und Freund, im Namen des Ver­eins Abschied von einem beson­de­ren Men­schen und Mitarbeiter.

Dyna­mos Prä­si­dent Andre­as Rit­ter: „Dass Frank Deh­lis nicht mehr unter uns ist, hat mich erschüt­tert, geschockt und zutiefst trau­rig gemacht. Und ich bin fest über­zeugt, dass es allen Men­schen so ergan­gen ist, die Frank Deh­lis gekannt haben. Frank Deh­lis war seit fast drei Jahr­zehn­ten ein stän­di­ger Beglei­ter der Sport­ge­mein­schaft. Seit er sei­ner Beru­fung als Foto­graf gefolgt ist, war er immer für Dyna­mo da und hat die Geschich­te unse­res Ver­eins in sei­nen Bil­dern fest­ge­hal­ten. Das ist sein Ver­mächt­nis. Vor allem aber war Frank Deh­lis ein Fami­li­en­va­ter. Vor allem war er ein Mensch, der das Herz am rech­ten Fleck trug. Frank Deh­lis war ein Cha­rak­ter­kopf, der sei­nen Mit­men­schen jeder­zeit auf­rich­tig und ehr­lich begeg­ne­te. Er war ein Mensch, dem unse­re Welt am Her­zen lag, der sich kri­tisch mit unse­rer Zeit aus­ein­an­der­setz­te und nicht mit dem Strom geschwom­men ist. Mein tie­fes und auf­rich­ti­ges Mit­ge­fühl gilt sei­ner Frau, sei­nen Kin­dern und allen Ange­hö­ri­gen und engen Freun­den. Frank, wir wer­den dich sehr vermissen.“

 

Ein per­sön­li­cher Nach­ruf von Ste­fan Großmann

Meis­ter­ti­tel, Bun­des­li­ga, Viert­klas­sig­keit; Auf­stie­ge, Jubel und Ent­täu­schung: Fast drei­ßig Jah­re lang war Frank Deh­lis enger Beglei­ter des Gesche­hens rund um die SGD. Im Febru­ar 1972 in Dres­den gebo­ren, star­te­te er in sei­ner Jugend mit einer Leh­re in den Werk­stät­ten Hel­lerau. Bald fas­zi­nier­te ihn jedoch etwas ande­res: Bei Dyna­mo-Heim­spie­len benei­de­te er die Foto­gra­fen um ihre Posi­ti­on am Spiel­feld­rand. „Das woll­te ich auch!“, blick­te er ein­mal zurück. Seit der Ära des letz­ten DDR-Meis­ter­ti­tels beglei­te­te er fort­an als Sport­fo­to­graf die Spie­le der Schwarz-Gel­ben. Die Eta­blie­rung west­deut­scher Medi­en­häu­ser nach der „Wen­de“ erleb­te er eben­so wie den Wan­del der Foto­gra­fie: Muss­te in den frü­hen 1990er Jah­ren nach den Spie­len ein Nega­tiv­film in den Ver­lags­brief­kas­ten gewor­fen wer­den, eta­blier­te sich um die Jahr­tau­send­wen­de ein digi­ta­ler Arbeits­pro­zess. Für Dresd­ner Tages­zei­tun­gen und über­re­gio­na­le Redak­tio­nen lie­fer­te Frank Deh­lis aktu­el­le Spiel­sze­nen. Stets blieb er dem dyna­mi­schen Gesche­hen dabei auch per­sön­lich eng ver­bun­den. Nicht nur in Zei­ten, als es bei Dyna­mo tur­bu­lent zuging, hat­te er stets einen lau­ni­gen Kom­men­tar parat – manch­mal kri­tisch, oft humor­voll, aber immer auf­rich­tig und wohl­mei­nend. Ich kann­te Frank seit 1998 durch unse­re Zusam­men­ar­beit beim Auf­bau der ers­ten Dyna­mo-Web­site. Von Anfang an habe ich bewun­dert, mit wel­cher Gelas­sen­heit er das Trei­ben im Ver­ein betrach­ten konn­te, auch wenn die Fan­see­le mal wie­der bro­del­te. Über die Jah­re ent­stand so eine per­sön­li­che Freund­schaft. Die ange­neh­me, locke­re Art, mit der Frank auf Men­schen zuge­gan­gen ist, bleibt sicher allen, die ihn kann­ten, in guter Erin­ne­rung. Als der Foto­gra­fen-All­tag im Zuge der Digi­ta­li­sie­rung hek­ti­scher wur­de – zuneh­men­de Kon­kur­renz traf auf sin­ken­de Hono­ra­re -, erschloss Frank Deh­lis neue Wege: Seit 2005 fan­den der „Klei­ne Dicke“, ein Dyna­mo-Wochen­ka­len­der, lie­be­voll gestal­te­te Sai­son- und Auf­stiegs­ma­ga­zi­ne und Franks authen­ti­scher Auf­tritt in den sozia­len Medi­en eine gro­ße Fan­ge­mein­de. Auch das „Hid­den­see-Maga­zin“, das er als gro­ßer Freund der klei­nen Ost­see-Insel ins Leben rief und mit viel Herz­blut her­aus­gab, mach­te vie­le Leser glück­lich. Frank Deh­lis war dar­über hin­aus lan­ge unmit­tel­bar für die SGD tätig: Seit fast einem Jahr­zehnt ist sei­ne umfang­rei­che Bild­da­ten­bank ers­te und wich­tigs­te Anlauf­sta­ti­on für die Redak­ti­on des Ver­eins. Bei kurz­fris­ti­gen Ter­mi­nen konn­te Dyna­mo stets auf ihn bau­en. Auch für die Inter­views im Sta­di­on­ma­ga­zin „Dyna­mo-KREI­SEL“ lie­fer­te er mit Krea­ti­vi­tät, Hin­ga­be und Geduld immer wie­der aufs Neue sehens­wer­te Moti­ve. Bei der Pre­mie­re im Sep­tem­ber 2010 ging es mit Alex­an­der Ess­wein in einem Gehe­ge des Dresd­ner Zoos auf Tuch­füh­lung mit einem Gepard. Wohl mehr als 100 Shoo­tings spä­ter wur­den die Moti­ve zum Inter­view mit Sören Gonther in der Aus­ga­be zum Heim­spiel gegen den MSV Duis­burg sei­ne letz­ten Bil­der im Dyna­mo-Auf­trag. Auch der Dyna­mo-Fan­shop, Ver­mark­ter Lagar­dè­re und zahl­rei­che Part­ner und Spon­so­ren schätz­ten sei­ne Arbeit. Frank Deh­lis hin­ter­lässt eine Frau und zwei Kin­der. Die Sport­ge­mein­schaft trau­ert nicht nur um einen Part­ner und Kol­le­gen, son­dern vor allem um einen über­aus geschätz­ten, nah­ba­ren und unver­stell­ten Men­schen. Frank, wir sind tief trau­rig. Du wirst die­ser Welt feh­len. Wir wer­den dich in blei­ben­der Erin­ne­rung behalten.

 

Quel­le

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